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Wanderausstellung
"Hort der Fröhlichkeit - Feste und Feiern im Hort der DDR"
„Feste und Feiern mit und ohne Halstuch“
Konzept der Ausstellung
Die Ausstellung soll markante Aspekte der außerunterrichtlichen
Kulturerfahrungen von Heranwachsenden in der DDR dokumentieren und
damit an die Sonderausstellung "Feste und Feiern im Kindergarten"
anschließen. Wie im Kindergarten stellen Feste, Feiern und
Gedenktage auch im außerunterrichtlichen Bereich der Schule, im
Hort, der vornehmlich durch die Pionierorganisation "Ernst
Thälmann" geprägt war, Reflexe politischer Programmatik in
der pädagogischen Praxis dar. Die Differenziertheit und
Widersprüchlichkeit solcher Reflexe soll an markanten Beispielen
deutlich werden.
Um das Material überschaubar aufzubereiten, gliedert sich die Ausstellung in drei Teilbereiche:
- Die Feste
- Die Räume
- Die Stimmen
1. Der Teilbereich "Die Feste"
weist eine Auswahl der im Jahresverlauf begangenen Feste, Feiern und
Gedenktage aus (Jahreskreislauf) und ordnet die Dokumente (Fotos,
Texte, Exponate) folgenden Gruppen zu:
Feiern und Gedenktage mit politisch-ideologischem Inhalt, zum Beispiel:
- Fahnenappell
- Pioniergeburtstag
- Tag der Republik (7. Oktober)
- Internationaler Kindertag
- Geburtstage von Würdenträgern
- Ehrentage bestimmter Berufsgruppen (Tag des Lehrers, Tag der Patenbrigade)
Kinderfeste:
- Einschulung
- Fasching
- Neptunfest
- Kindergeburtstage
traditionelle Feiern:
- Weihnachtsfeier
- Osterfest
- Erntefest
- Frühlingsfest
- Sommerfest
- Herbstfest
- regionale Traditionsfeste
Dabei
wird die für die Ausstellung "Feste und Feiern im Kindergarten"
entwickelte Farbsymbolik im Jahreskreis aufgegriffen und auf die
gesamte Dokumentation übertragen.
[nach oben]
2. Der Teilbereich "Die Räume" ordnet die Feste und Feiern in die jeweiligen Handlungsräume ein:
- die Schule
- Räume außerhalb der Schule, z.B. das Pionierhaus, der Patenbetrieb, "die Freunde", das Umland
[nach oben]
3. Der Teilbereich "Die Stimmen"
versammelt Aussagen (Ausschnitte aus Interviews) kompetenter Personen
(Horterzieherinnen und Unterstufenlehrerinnen, Oberstufenlehrer und
Jugendliche, ehemalige Mitarbeiter von Pionierhäusern) zu den
vorangegangenen Teilbereichen. Es ist vorgesehen, möglichst
unterschiedliche Erfahrungen darzustellen. Befragt werden Männer
und Frauen unterschiedlichen Alters aus unterschiedlichen
Erfahrungsfeldern.
Folgende Fragen gliedern die Interviews:
Was wurde gefeiert? Welche Vorgaben mussten berücksichtigt werden?
Wie wurden sie umgesetzt? Welche Rolle spielten die Interessen der
Kinder? An welche Erlebnisse erinnern Sie sich gern/nicht gern?
Folgende neun Personen werden mit Foto, einem kurzen biographischen Text und Interview-Passagen vorgestellt:
- Marie Berthold
Kindergärtnerin
1969 in Berlin geboren
Schulbesuch von 1976 bis 1986
Fachschulstudium als Kindergärtnerin von 1986 bis 1989
seit 1989 als Erzieherin in verschiedenen Berliner Kindergärten im Ost- und Westteil der Stadt tätig
- Christian Sander
Pädagogik-Student
1967 in Berlin geboren
Schulbesuch von 1974 bis 1984
1984 bis 1986 Lehre als Maschinenbauer
1987 bis 1989 Abitur auf dem zweiten Bildungsweg
seit 1990 Pädagogikstudium an der Freien Universität Berlin, Lehramt Sport und Politik
| [zum Interview mit Marie Berthold und Christian Sander] |
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- Karl Wenzel
Rentner, ehemaliger Pionierleiter, Lehrer, Schuldirektor und Leiter eines Pionierhauses
1928 in Berlin geboren
Besuch der Volksschule von 1934 bis 1942
1942 bis 1946 Lehre als Herrenmaßschneider bei Leineweber
1950 bis 1951 Studium an der Pädagogischen Fachschule für
hauptamtliche Pionierleiter in Dreißigacker bei Meiningen
1951 bis 1956 Pionierleiter an verschiedenen Schulen im Harz und in Berlin
nebenbei: Fernstudium als Unterstufenlehrer, Fernstudium Geschichte, Abschluß als Geschichtslehrer
seit 1957 Klassenlehrer, seit 1960 Schuldirektor, seit 1960 Direktor
des "Hauses der Jungen Pioniere", Berlin-Prenzlauer Berg
seit 1990 in Rente
| [zum Interview mit Karl Wenzel] |
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- Martina Fitze
Lehrerin
1957 in Berlin geboren
Schulbesuch von 1964 bis 1974
Studium von 1974 bis 1978 am Lehrerbildungsinstitut
seit 1978 als Lehrerin in verschiedenen Berliner Schulen tätig, jeweils im Bereich der Unterstufe
| [zum Interview mit Martina Fitze] |
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- Dagmar Wildgrube
Leiterin des Schulkinder-Hauses in Ludwigsfelde
1953 in Kaiserslautern geboren
Schulbesuch von 1959 bis 1969 in Olbernhau/Erzgebirge
Lehre als Optikerin von 1969 bis 1972 in Jena
Erzieherausbildung von 1972 bis 1975 in Hohenprießnitz bei Leipzig
Erzieherin im Ludwigsfelder Lehrlingswohnheim von 1975 bis 1978
Horterzieherin an einer polytechnischen Oberschule seit 1978
Leiterin des Schulkinder-Hauses seit 1995
| [zum Interview mit Dagmar Wildgrube] |
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- Heidi Müller
Hortleiterin
1954 geboren
Schulbesuch von 1961 bis 1971
Studium am Institut für Lehrerbildung in Potsdam von 1971 bis
1975, Abschluß als Unterstufenlehrerin mit Befähigung zur
Hortarbeit
seit 1975 Erzieherin an polytchnischen Oberschulen in Prutzke, Lehnin und Oranienburg
seit 1992 Hortleiterin an der Pablo-Neruda-Grundschule in Oranienburg
| [zum Interview mit Heidi Müller] |
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- Hildegard Buhle
Erzieherin
1932 in Berlin geboren
Ausbildung als Kindergärtnerin und Hortnerin an Berliner Friedrich-Fröbel-Haus von 1948 bis 1950
1961 Fernstudium als Unterstufenlehrerin
von 1963 bis 1992 als Horterzieherin und Unterstufenlehrerin an Berliner Schulen tätig
seit 1992 in Rente
- Fritz Buhle
Lehrer
1927 in Berlin geboren
Ausbildung als Lehrer von 1948 bis 1952
von 1952 bis 1963 Lehrer an Berliner Schulen
von 1964 bis 1985 Mitarbeiter im "Haus der Jungen Pioniere", Berlin-Prenzlauer Berg
seit 1987 in Rente
| [zum Interview mit Hildegard Buhle und Fritz Buhle] |
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- Ina Werth
Erzieherin
1961 in Berlin geboren
Schulbesuch von 1967 bis 1977
Ausbildung als Kindergärtnerin am Berliner Friedrich-Fröbel-Haus von 1977 bis 1980
von 1981 bis 1990 tätig als Erzieherin im Kinderheim Bellin
seit 1991 Erzieherin in Kindergärten und Horten in Oranienburg
| [zum Interview mit Ina Werth] |
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Alle Interviews wurden von Erika Berthold geführt.
Zur Gestaltung:
In den Teilbereichen "Die Feste" und "Die Räume" dokumentieren
Fotos und Gegenstände die jeweiligen Inhalte. Es wird Wert darauf
gelegt, Inhalte nachvollziehbar zu präsentieren, handhabbar
darzustellen, beispielsweise
- Binden des Halstuches (Pionierknoten)
- Basteln eines Friedenskranichs
- Ausfüllen eines Wissenstests
- Erlernen eines Liedes oder Gedichtes
- Basteln einer Schlüsselanhängers o. ä.
Der
Teilbereich "Die Stimmen" kommentiert in Text und Ton. Individuelle
Sichten und Handlungsweisen werden deutlich. Fotos zeigen die sich
äußernden Personen.
Service:
Ein Faltblatt führt in die Ausstellung ein und soll gleichzeitig als Werbemittel dienen.
Eine Ausstellungsbeschreibung wird bei Ausleihe der Ausstellung ihren Aufbau erleichtern.
Ausstellungsfläche:
- zirka 80 bis 100 Quadratmeter
- 2 mal 8 Stellwände
- zirka 10 Tische mit darüberhängenden Ausstellungsflächen
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